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Manchmal sitze ich vor einem Projekt, schaue auf die To-do-Liste – und merke:
Ich freue mich nicht.
Nicht, weil ich keine Lust auf Websites hätte. Im Gegenteil: Ich liebe das.
Struktur, Design, Nutzerführung, dieses „Jetzt macht’s klick“-Gefühl – das ist genau mein Ding.
Aber ich spüre es trotzdem. Dieses Ziehen im Bauch.
Weil ich weiß: Ich habe zu günstig kalkuliert. Ich habe mich erweichen und bequatschen lassen.
Und plötzlich ist aus kreativer Arbeit ein Marathon geworden, bei dem ich jeden Kilometer innerlich diskutieren muss.
Und das Traurige ist: Das passiert nicht, weil Menschen „böse“ sind.
Sondern weil da draußen viele Märchen erzählt werden – und es meistens doch teurer wird als angekündigt.
Das Märchen von der 1-Stunden-Website
YouTube sagt: „Mach’s schnell, mach’s easy!“
Billig-Anbieter sagen: „Logo + Website? Gib mir € 700,-. Kein Problem!“
Und KI flüstert: „Ich regel das schon.“
Und irgendwo dazwischen sitzt eine Agenturinhaberin, die eigentlich nur eines will:
ernst genommen werden – professionell online sein und Unternehmen unterstützen.
Nur hat sie im Kopf jetzt leider diese Zahl:
„Das kann doch nicht so viel Aufwand sein. “
Doch. Ist es.
Eine Website ist nicht „ein Template mit Text“.
Eine Website ist: reden, denken, führen, entscheiden, strukturieren, testen, optimieren – und das Ganze so, dass es nach Ihnen aussieht und für Sie arbeitet.
Und das ist der Punkt:
Eine Website ist nicht nur Technik. Sie ist Verantwortung.
Was mich wirklich trifft: Es geht selten um das Geld. Es geht um Wert.
Ich kann mit kleinen Budgets umgehen. Ich arbeite sehr gern mit Neugründerinnen.
Ich helfe gern beim „Starten statt Perfektionismus“.
Aber was mich müde macht, ist nicht das Budget.
Es ist die Haltung dahinter.
Wenn jemand sagt:
„Ich will nur etwas Einfaches – aber bitte günstig.“
…dann bedeutet das oft eigentlich:
„Ich will professionelle Wirkung – aber bitte zum Preis eines Hobbys.“
Und wenn dann das nächste Angebot um die Ecke kommt – Website und Logo für 700 Euro – dann wird’s richtig schräg.
Nicht, weil ich jemandem etwas nicht gönne.
Sondern weil ich ehrlich bin: Das kann sich nicht ausgehen.
Nicht sauber. Nicht mit Beratung. Nicht mit Struktur. Nicht mit Feedback.
Nicht so, dass es am Ende wirklich funktioniert. Und ehrlich – jemand mit fundierter Ausbildung und gesundem Selbstwert verkauft sich nicht so billig, oder?
Und jetzt noch ein Punkt, den viele komplett vergessen
Wenn Sie einen Projektpreis sehen, denken viele: „Ah – das verdient die Webdesignerin.“
Nein.
Von einem Projektpreis gehen nicht nur Arbeitsstunden weg, sondern auch Dinge wie:
Steuern, Abgaben, Versicherungen, Software-Lizenzen, Tools, Hardware, Büro, Weiterbildung, Ausfallzeiten, Buchhaltung, unbezahlte Admin-Zeit.
Unterm Strich bleibt – je nach Situation – oft nur ein Teil übrig.
Ganz grob gesagt: Rechnen Sie ruhig damit, dass von einem Projektbetrag schnell gut 50% für Steuern und Abgaben/Running Costs verschwinden.
Und dann reden wir erst über den Teil, der tatsächlich „Lohn“ ist.
Und genau deshalb ist „unter Wert“ nicht nur ärgerlich – es ist wirtschaftlich schlicht nicht tragbar.
Und jetzt kommt die bittere Wahrheit: „Günstig“ ist selten günstig.
Weil „günstig“ oft bedeutet:
unklare Struktur
generische Texte
keine Führung
keine sauberen Basics
und irgendwann: Relaunch
Und dann wird aus „billig“ plötzlich „teuer“.
Zeit. Nerven. Vertrauen. Sichtbarkeit.
Und wissen Sie, was dann passiert?
Dann wird nicht der Billig-Anbieter verantwortlich gemacht.
Dann heißt es: „Websites bringen eh nichts.“
Doch. Websites bringen etwas.
Nur nicht, wenn man sie behandelt wie einen schnellen Flyer im Internet.
Ich sag’s jetzt, wie es ist: Ich will das nicht mehr.
Ich will nicht mehr:
Projekte schönreden, die nicht sauber kalkuliert sind
Stunden „schenken“, weil jemand noch unsicher ist
mich selbst überzeugen müssen, dass es „eh passt“
mich freuen sollen, während ich mich eigentlich ärgere
Das klingt hart. Ist es auch.
Aber es ist ehrlicher als das ewige „Ja klar, machen wir schon irgendwie“.
Denn am Ende ist es meine Energie. Meine Zeit. Mein Kopf.
Und ganz ehrlich: Ich baue lieber wenige Websites, die wirken, als viele „billige“ Websites, die mich ausbrennen und sowieso nix bringen (da würde ich lieber meine Selbständigkeit aufgeben). EHRLICH.
Was ich stattdessen will (und was Sie davon haben)
Ich will:
klare Projekte
klare Entscheidungen
faire Budgets
und Websites, auf die wir beide stolz sind
Und wenn Sie gerade starten und nicht viel Budget haben:
Dann finden wir einen Weg, der Sinn macht.
Aber nicht über den Preis. Über den Umfang.
Starten mit dem Wesentlichen.
Klarer Anfrageweg. Sauberer Auftritt.
Und dann wachsen – Schritt für Schritt.
Das ist fair. Für Sie. Und für mich.
Wenn Sie das hier lesen und sich ertappt fühlen …
Dann ist das keine Schimpferei. Wirklich nicht.
Es ist nur ein Blick hinter die Kulissen.
Webdesign ist nicht „ein bisschen hübsch“.
Webdesign ist das Zusammenspiel aus Strategie, Technik, Design, Text und Verantwortung.
Und ich arbeite gern.
Aber nicht mehr um jeden Preis.
Wenn Sie eine Website wollen, die wirklich für Sie arbeitet – dann reden wir.
Schreiben Sie mir noch heute – das Kennenlernen ist kostenlos, aber sicher nicht umsonst. 😉

