Webdesigner vs Webentwickler: Wer baut die bessere Website?

Lesedauer ca 3 Minuten

Aktualisiert im: 18/03/2026

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Ich scrolle durch Social Media, sehe den Titel „Webdesigner vs. Webentwickler“ und denke mir:
Oh nein, bitte nicht schon wieder Lagerkampf…

Und zack – da steht’s: Entwickler seien die besseren Webersteller. Webdesigner machen nur schöne Seiten, aber verstehen weder Code noch SEO.
Ich hab kurz die Augen verdreht… und dann gemerkt: Das Thema ist eigentlich spannend – wenn man’s ehrlich betrachtet.

Denn: Ich kenne beide Seiten.

Ich habe Programmieren gelernt – richtig mit Code, nicht nur „ich klick mir da was zusammen“. Ich weiß, was im Backend passiert, wie Systeme ticken und wie man eingreifen kann, wenn’s brennt. Und genau das hat mir schon öfter den Hintern gerettet.

Gleichzeitig bin ich aber auch Webdesignerin. Und Webentwicklerin.
Und ich finde diese harte Trennung – als wären das zwei verfeindete Lager – ehrlich gesagt ziemlich künstlich.

„Webdesigner machen nur schöne Seiten und haben keine Ahnung von Code und SEO“

Das war eine der Aussagen im Beitrag. Und das ist halt… eine Verallgemeinerung.
So wie: „Alle Handwerker sind unpünktlich“ oder „Alle Künstler sind chaotisch“. Kann man sagen – stimmt halt trotzdem nicht.

Ich habe schon Webseiten von Designern gesehen, die optisch hübsch waren, aber technisch wackelig.
Und ich habe auch Seiten von Entwicklern gesehen, die zwar sauber gebaut waren, aber sich angefühlt haben wie eine Webseite aus 2015.

Und ganz ehrlich: Was ist überhaupt „ideal“?
Vieles liegt im Auge des Betrachters. Was der eine feiert, findet der andere furchtbar. Punkt.

Warum ich das Entwickeln gelernt habe (und warum ich trotzdem Baukästen nutze)

Ich habe gelernt, Webseiten von Grund auf zu programmieren.
Und ja: Das ist spannend. Und ja: Das hat seinen Wert.

Aber die Realität ist: Kaum jemand bezahlt heute eine Website, die komplett von Hand gebaut ist, wenn es für viele Projekte wirtschaftlich sinnvollere Lösungen gibt. Heute wird oft mit Templates, Baukästen und Systemen gearbeitet – ob in WordPress, Webflow oder anderen Tools.

Und ich sag’s ehrlich: Ich finde es schade, dass „Handwerk“ weniger gefragt ist.
Aber ich finde es noch schlimmer, wenn Kund*innen danach komplett abhängig sind.

Ich habe mal in einer Agentur gearbeitet, da wurde WordPress so programmiert, dass Kund*innen keine Chance hatten, selbst auch nur eine Kleinigkeit zu ändern. Das Ergebnis: Jede Mini-Änderung wurde zum Ticket. Jede Korrektur zur Rechnung.

Das möchte ich nicht.
Ich finde es nicht fair, Menschen die Fähigkeit abzudrehen, ihr eigenes System zu bedienen – nur damit sie dauerhaft zahlen müssen.

SEO, Speed: wichtig – aber nicht die einzige Wahrheit

Im Post war auch SEO ein großes Thema: „Webdesigner vergessen SEO“.

Ja, kommt vor.
Ich bin selbst schon auf Seiten gestoßen, die kaum SEO-Basics hatten – und trotzdem in Google gefunden wurden. Warum? Manchmal, weil das Thema Nische ist. Manchmal, weil die Konkurrenz schwach ist. Manchmal, weil Google sich trotzdem irgendwie zusammenreimt, worum es geht.

Und jetzt mit KI-Suche, Snippets, Bots & Co. verändert sich ohnehin gerade richtig viel.

Aber der Punkt, den viele in dieser Debatte vergessen:

Das eigentliche Problem ist nicht „Designer vs. Entwickler“ – sondern Sichtbarkeit

Heute sind sehr viele Webseiten technisch „okay“ und optisch „schön“.
Die Konkurrenz schläft nicht.

Und egal, ob die Seite von einem Designer oder Entwickler gebaut wurde:

Ohne MARKETING passiert oft zu wenig.

Wenn Sie nicht laut sind, gehen Sie unter – zwischen Marktschreiern, Billiganbietern und Dauer-Content-Maschinen. Das ist nicht romantisch, aber real.

Meine Erfahrung ist: Gerade Kleinunternehmen und Einzelunternehmer*innen setzen sich viel zu wenig mit bezahlter Werbung, Strategie und Sichtbarkeit auseinander – weil es Geld kostet. Verständlich. Aber gefährlich.

Denn was bringt die beste Website, wenn kaum (die richtigen) Menschen drauf landen?

Mein persönliches Fazit

Mein Fazit: Nicht „Designer oder Entwickler“ entscheidet – sondern Klarheit, Nutzerführung und Sichtbarkeit.

Und wenn Sie sich eine professionelle Website wünschen, aber gerade kein großes Budget haben:
Ich begleite Sie im Coaching Schritt für Schritt – Website + Social Media, verständlich, strukturiert und mit echter Erfahrung aus der Praxis.

Lust auf einen Auftritt, der funktioniert – ohne dass Sie sich finanziell verrenken?
Schreiben Sie mir. 😉

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