Google AI Overviews: Wie sich die neuen KI-Antworten auf Ihre Website und Ihre Sichtbarkeit auswirken
Seit Kurzem zeigt Google in den Suchergebnissen sogenannte AI Overviews – also von künstlicher Intelligenz generierte Antworten – direkt über den klassischen Suchtreffern an. In den USA ist dieses Feature bereits länger aktiv, nun wird es auch bei uns spürbar.
Trotz fehlerhafter Antworten oder kurioser Aussagen hat sich Google nicht bremsen lassen – und rollt das neue KI-Update konsequent auch über Europa aus.
Suchanfragen über Google steigen zwar wieder an (eine gute Nachricht für Webseitenbetreiber), doch: Was bedeutet das für Ihre Sichtbarkeit, Ihre Inhalte und Ihre SEO-Strategie?
Kurz gesagt: Es wird wieder mal enger auf Seite 1 – und das hat Folgen.

Was passiert da eigentlich?
Die klassische Google-Suche wird zunehmend von KI-Ergebnissen dominiert. Ganz oben steht jetzt oft:
eine ausführliche KI-Antwort (AI Overview)
gefolgt von Bildern, YouTube-Videos, Wikipedia und/oder bezahlter Werbung
Produktplatzierungen
und irgendwo darunter die „normalen“ Suchergebnisse
Viele Blogs und Webseitenbetreiber merken bereits jetzt, dass sie durch die neuen KI-generierten Antworten auf hintere Plätze verdrängt werden – ganz ohne eigenes Zutun.
Gleichzeitig wird es für SEO-Dienstleister schwieriger, das (unseriöse?) Versprechen „Wir bringen Sie auf Seite 1!“ einzuhalten – denn diese Seite gehört inzwischen teilweise der KI.
Und noch etwas: Webseiten mit umfangreichen Inhalten liefern unfreiwillig Futter für Googles KI. Der eigene Content wird analysiert, zusammengefasst und präsentiert – meist ohne sichtbare Quelle oder nennenswerte Verlinkung. Traurig. ☹️
Neu: Bezahlte Werbung mit KI-Unterstützung
Nicht nur die Suchergebnisse, auch Google Ads verändert sich durch KI.
Google testet derzeit, bezahlte Anzeigen künftig mit Hilfe von künstlicher Intelligenz zu gestalten und auszuliefern – das bedeutet: KI-generierte Anzeigeninhalte, automatisierte Zielgruppenansprache und dynamische Platzierungen, basierend auf Nutzerdaten und Verhalten.
Was das für Werbetreibende heißt? Noch weniger Kontrolle über die Darstellung und die Botschaft – dafür aber angeblich mehr Effizienz. Ob das wirklich so „smart“ ist, bleibt offen.
Klar ist: Auch im bezahlten Bereich übernimmt die KI das Steuer – und die klassische Optimierung von Werbeanzeigen verändert sich grundlegend.
Warum Sie trotzdem weiterhin Inhalte erstellen sollten
Weil nicht alles automatisiert funktioniert.
Die KI kann nicht jedes Thema gleich gut zusammenfassen. Persönliche Geschichten, klare Meinungen, fachliche Tiefe und ein individueller Ton lassen sich schwer durch künstliche Intelligenz ersetzen. Hochwertige Inhalte bleiben also wertvoll – wenn auch nicht mehr ausschließlich für Google.
Gut strukturierte und relevante Texte bieten weiterhin die Chance, von der KI zitiert zu werden – mit Verlinkung zur Originalquelle. Und damit bleibt zumindest ein Teil des Traffics möglich.
❌ Mögliche Nachteile
Weniger Klicks: Wenn die Antwort schon oben steht, sehen viele Nutzer die eigentlichen Seiten gar nicht mehr.
Sinkende Sichtbarkeit: Besonders kleinere Seiten verlieren gegen große Marken und Medien.
Kein Dank fürs Mithelfen: Ihr Content wird verwendet – aber Ihre Website bleibt unsichtbar.
✅ Chancen, wenn Sie dranbleiben
Zitiert werden: Wenn Sie gute Inhalte liefern, könnten Sie in den AI Overviews auftauchen.
Qualität zählt: Strukturierte Inhalte mit echtem Mehrwert haben größere Chancen, berücksichtigt zu werden.
Nischen sind stabil: Je spezieller Ihr Thema, desto mehr bleiben Menschen auf Ihre Seite angewiesen.
Was bedeutet das für SEO, Backlinks & Paid Content?
Künstliche Intelligenz ändert die Spielregeln:
Klassische SEO-Signale wie Backlinks oder gekaufte PR-Artikel verlieren an Bedeutung. Die KI entscheidet selbst, was „relevant“ ist – unabhängig von Ihrem SEO-Budget. Ob man das gut finden soll, wird die Zeit zeigen.
Backlinks müssen neu gedacht werden: Nicht mehr Masse, sondern Qualität zählt. Links aus vertrauenswürdigen, thematisch passenden Kontexten sind wichtiger denn je.
Bezahlte Inhalte bringen nicht automatisch Sichtbarkeit: Die KI ignoriert klassische Werbeformen oft komplett. Sichtbarkeit gibt es nur für Inhalte mit Substanz.
Was Sie zusätzlich tun können – Alternativen zur Google-Suche
Verlassen Sie sich nicht nur auf Google. Es gibt mehrere Wege, Ihre Inhalte sichtbar zu machen:
- Klassische Werbung – offline. Es gibt auch eine Welt außerhalb (wenn es Ihr Produkt zulässt) …
Pinterest – Besonders gut für visuelle, kreative und erklärende Inhalte.
YouTube – Ideal für Tutorials, Anleitungen und persönliche Einblicke.
Newsletter – Ihre eigene Liste – unabhängig von jedem Algorithmus.
Instagram & TikTok – Hier können Sie Reichweite und Vertrauen aufbauen.
LinkedIn – Perfekt für B2B, Coaching und Beratung.
Podcast oder Blog – Ihre Plattform, Ihre Stimme – unabhängig und direkt.
💡 Die wichtigste Regel lautet: Diversifizieren statt resignieren.
Wer auf mehreren Plattformen sichtbar ist, wird nicht von einer einzigen KI-Ausgabe abhängig.