Ein Logo gestalten?
Natürlich hätte ich bei Frau Fuchs-Kreische genau dort anfangen können.
Ein paar Entwürfe machen, Farben dazu, Schrift auswählen – fertig.
Nur hätte ich dann ein Logo gehabt.
Aber noch lange keine Marke.
Bei StilFux durfte ich einen anderen Weg gehen: von den ersten Gesprächen über das Logo und die visuelle Linie bis hin zu Website, Visitenkarten, Flyern und der späteren Begleitung für Social Media.
Genau deshalb ist dieses Projekt für mich heute ein besonders schönes Beispiel dafür, was ich unter Brand Design verstehe.
Nicht etwas Hübsches über ein Unternehmen stülpen.
Sondern zuerst verstehen, wer eigentlich dahintersteht – und daraus einen Auftritt entwickeln, der dazu passt.
Am Anfang stand noch kein Design
Sondern Elisabeth und ihre Idee.
Elisabeth Fuchs-Kreische hatte sich zur zertifizierten Farb- und Stilberaterin ausbilden lassen und wollte daraus ihr eigenes Unternehmen aufbauen.
Ihre Arbeit dreht sich um Farben, Formen, Materialien und persönlichen Stil.
Aber eben nicht darum, Menschen irgendeinen aktuellen Trend überzustülpen.
Vielmehr möchte sie ihnen zeigen, was tatsächlich zu ihnen passt und ihre eigene Persönlichkeit unterstreicht.
Genau dieser Gedanke war für mich entscheidend.
Denn wenn ein Unternehmen für Individualität steht, darf auch sein eigener Markenauftritt nicht beliebig aussehen.
Erst verstehen, dann gestalten
Mein Fragebogen ist weniger spannend als ein Logoentwurf – aber meistens wichtiger.
Bevor ich mit der eigentlichen Namensfindung & Gestaltung begonnen habe, ging es deshalb zunächst um Elisabeth selbst.
Um ihre Arbeit.
Ihre Haltung.
Ihre Kundinnen.
Und darum, wie sich StilFux später anfühlen sollte.
Dafür habe ich mit einem ausführlichen Fragebogen und vor allem mit vielen Gesprächen gearbeitet.
Wir haben diskutiert.
Ideen entwickelt.
Verworfen.
Weitergedacht.
Und natürlich auch viel gelacht.
Für mich gehört genau das zur Gestaltung dazu.
Ich möchte nicht einfach wissen:
„Welche Farbe gefällt Ihnen?“
Mich interessiert:
Warum gibt es dieses Unternehmen?
Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit wichtig?
Wie möchten Sie wahrgenommen werden?
Wen möchten Sie erreichen?
Was unterscheidet Ihre Art zu arbeiten von anderen?
Denn erst wenn diese Grundlagen einigermaßen klar sind, kann ich anfangen, sie sichtbar zu machen.
Die Marke sollte nicht nach Mode aussehen
Obwohl sich bei StilFux alles um Stil dreht.
Gerade das fand ich an diesem Projekt besonders interessant.
Stilberatung könnte man sehr leicht modisch, glamourös oder trendgetrieben gestalten.
Aber das wäre zu kurz gegriffen gewesen.
Denn Elisabeths Ansatz lautet gerade nicht:
„So müssen Sie jetzt aussehen.“
Sondern viel eher:
„Schauen wir, was wirklich zu Ihnen passt.“
Der Markenauftritt musste deshalb ebenfalls Persönlichkeit transportieren.
Stilvoll, ja.
Professionell natürlich.
Aber nicht aufgesetzt.
Nicht beliebig.
Und vor allem nicht wie die nächste Marke, die einem kurzfristigen Designtrend hinterherläuft.
Aus der Grundlage entstand das Logo
Jetzt durfte gestaltet werden.
Nachdem die Richtung klarer war, der Name gefunden, konnte daraus die visuelle Identität entstehen.
Das Logo sollte zu Elisabeth passen und gleichzeitig professionell genug sein, um auf ganz unterschiedlichen Anwendungen zu funktionieren.
Denn ein Logo lebt später nicht nur oben links auf einer Website.
Es muss auf einer Visitenkarte funktionieren.
Auf einem Flyer.
In Social Media.
In unterschiedlichen Größen.
Und überall dort, wo die Marke später noch auftaucht.
Genau deshalb denke ich beim Logo nie nur an:
„Sieht das schön aus?“
Sondern immer auch:
„Kann daraus ein ganzer Markenauftritt entstehen?“
Brand Design hört beim Logo nicht auf
Eigentlich fängt es dort erst richtig an.
Das ist einer der Punkte, die ich bei StilFux besonders schön zeigen kann.
Aus dem Logo entstand nach und nach ein zusammenhängendes Gestaltungskonzept.
Dazu gehörten unter anderem:
Logo
Farb- und Gestaltungslinie
Visitenkarten
Flyer
Website
weitere grafische Anwendungen
Jedes einzelne Element hat eine andere Aufgabe.
Trotzdem sollte man am Ende erkennen:
Das ist Stilfux.
Genau das ist für mich der Unterschied zwischen einem Logo und einem Brand Design.
Ein Logo ist ein Bestandteil.
Brand Design schafft den visuellen Rahmen, in dem sich ein Unternehmen bewegen kann.
Eine kleine Anekdote aus dem Projekt ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben.
Nachdem Name und Logo standen – StilFux, mit einem blauen Fuchskopf – meinte ein Bekannter aus der Werbebranche trocken:
„Da habt ihr aber gleich zwei Fehler drin. Fuchs schreibt man mit chs – und ein Fuchs ist braun, nicht blau.“
Genau das fand ich herrlich.
Denn natürlich wussten wir beides. 😉
StilFux war kein Rechtschreibfehler und der blaue Fuchs kein Versehen.
Beides waren bewusste Entscheidungen. Der Name sollte eigenständig, merkbar und ein wenig frecher wirken. Und die Farbe musste nicht zoologisch korrekt sein – sie musste zur Marke passen.
Für mich zeigt diese kleine Geschichte sehr schön: Gutes Brand Design bedeutet nicht, alles so darzustellen, wie man es „normalerweise“ erwarten würde. Es bedeutet, Entscheidungen bewusst zu treffen – und zu wissen, warum man sie trifft.
Dann kam die Website
Eine Marke muss irgendwann auch im Alltag funktionieren.
Bei StilFux durfte ich auch die Website umsetzen.
Damit bekam der neue Markenauftritt seinen zentralen digitalen Ort.
Die Website sollte natürlich gut aussehen.
Aber genauso wichtig waren eine verständliche Struktur, eine einfache Nutzung und die Möglichkeit, Elisabeths Angebot so zu präsentieren, dass Interessierte schnell verstehen, worum es geht.
Hier zeigt sich für mich immer sehr schön, warum ich Brand Design und Webdesign nicht vollkommen getrennt betrachte.
Wenn vorher klar ist, wofür eine Marke steht und wie sie wirken soll, muss man beim Webdesign nicht wieder bei null anfangen.
Die Gestaltung hat bereits eine Richtung.
Farben, Stil und visuelle Sprache ergeben ein Gesamtbild.
Die Website wird Teil der Marke – und nicht einfach irgendeine Website mit Logo darauf.
Print gehört für mich genauso dazu
Eine Marke endet schließlich nicht am Bildschirmrand.
Auch Visitenkarten und Flyer gehörten zum Projekt.
Gerade bei einem persönlichen Angebot wie der Farb- und Stilberatung finde ich Print nach wie vor ausgesprochen passend.
Man kann etwas mitgeben.
Etwas bleibt liegen.
Etwas wird weitergereicht.
Und genau dort zeigt sich wieder, wie hilfreich ein durchdachtes Brand Design ist:
Man muss nicht bei jedem neuen Werbemittel überlegen:
„Wie soll das jetzt eigentlich aussehen?“
Es gibt bereits eine Linie, an der man sich orientieren kann.
Das spart nicht nur Zeit.
Es sorgt auch dafür, dass ein Unternehmen über verschiedene Kontaktpunkte hinweg wiedererkennbar bleibt.
Und irgendwann muss die Marke selbstständig laufen
Ich möchte nicht, dass meine Kunden mich wegen jedes Social-Media-Posts brauchen.
Nach Logo, Print und Website war StilFux natürlich nicht „fertig“.
Eine Marke lebt.
Neue Inhalte entstehen.
Social Media kommt dazu.
Angebote verändern sich.
Und irgendwann muss die Unternehmerin selbst mit ihrem Auftritt arbeiten können.
Deshalb habe ich Elisabeth später auch bei Social Media begleitet.
Nicht mit dem Ziel, ihr dauerhaft sämtliche Inhalte abzunehmen.
Sondern damit sie ihren eigenen Weg findet, ihre Marke weiterzuführen und ihr Wissen selbst sichtbar zu machen.
Auch das gehört für mich zu einem guten Markenauftritt:
Er darf nicht nur funktionieren, solange die Designerin danebensteht.
Was dieses Projekt für mich besonders gemacht hat
Gute Gestaltung entsteht für mich nicht im Alleingang.
StilFux war für mich nicht nur deshalb ein schönes Projekt, weil ich so viele Bereiche gestalten durfte.
Es war vor allem die Zusammenarbeit.
Elisabeth war offen.
Sie hat mitgedacht.
Ausprobiert.
Fragen gestellt.
Vertraut.
Und gleichzeitig ihre eigene Meinung eingebracht.
Genau das wünsche ich mir.
Ich möchte meinen Kundinnen und Kunden nicht einfach etwas vorsetzen und sagen:
„Ich bin die Designerin, ich weiß schon, was gut für Sie ist.“
Ich bringe meine Erfahrung und meinen gestalterischen Blick mit.
Mein Gegenüber kennt dafür sein Unternehmen, seine Kundinnen und Kunden und seine Arbeit.
Das gute Ergebnis entsteht für mich irgendwo dazwischen.
Was StilFux für mich über gutes Brand Design zeigt
Eine Marke muss nicht erfunden werden. Oft muss man nur genauer hinsehen.
Wenn ich dieses Projekt heute betrachte, steckt darin vieles von dem, wie ich inzwischen grundsätzlich arbeiten möchte.
Nicht zuerst gestalten.
Zuerst zuhören.
Fragen stellen.
Zusammenhänge verstehen.
Herausfinden, was bereits da ist.
Und dann entscheiden:
Wie kann man das sichtbar machen?
Bei StilFux bedeutete das, aus Elisabeths Idee und Haltung Schritt für Schritt einen Markenauftritt zu entwickeln, der vom Logo über Print bis zur Website zusammenpasst.
Nicht, weil überall dasselbe Design wiederholt wurde.
Sondern weil alles dieselbe Geschichte erzählt.
Mein Fazit: Genau deshalb ist Brand Design mehr als ein Logo
Ein Logo kann ein wunderschöner Anfang sein.
Aber eine Marke entsteht für mich erst, wenn die einzelnen Teile miteinander verbunden sind.
Wenn Gestaltung nicht nur hübsch aussieht, sondern etwas über das Unternehmen erzählt.
Wenn Website, Print und Kommunikation zusammenpassen.
Und wenn die Unternehmerin oder der Unternehmer sich darin tatsächlich wiedererkennt.
Genau deshalb beginne ich heute nicht mit der Frage:
„Wie soll Ihr Logo aussehen?“
Sondern viel lieber mit:
„Erzählen Sie mir erst einmal von Ihrem Unternehmen.“
Denn meistens liegt dort bereits viel mehr Gestaltung verborgen, als man am Anfang denkt.
Sie möchten ebenfalls einen Markenauftritt, der wirklich zu Ihrem Unternehmen passt?
Vielleicht starten Sie gerade erst.
Vielleicht gibt es bereits ein Logo, aber der Rest ist über die Jahre irgendwie zusammengewachsen.
Oder Sie spüren einfach, dass Ihr heutiger Auftritt nicht mehr zeigt, wer Sie inzwischen sind.
Dann müssen wir nicht automatisch alles neu machen.
Wir schauen zuerst, was bereits funktioniert, was fehlt – und welche Gestaltung wirklich zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt.